Bücher

9783938686867

Wolfgang Wilhelmus

Schweden im Fadenkreuz

Deutsch-schwedische Beziehungen 1918-1945

ISBN 978-3-938686-86-7

Gebunden, 440 S., 28 Tabellen

Erschienen: 01. 12. 2008

Ladenpreis: € 44.50

Deutsche und Schweden sind seit Jahrhunderten historisch und kulturell eng miteinander verbunden. Besonders intensiv waren die Beziehungen zwischen beiden Ländern vor 1914. In und zwischen den Welkriegen spalteten sich die gesellschaft­lichen Lager. In Schweden werden die Beziehungen zwischen 1939 und 1945 nach wie vor kontrovers diskutiert.
Unter massiven Druck des Hitlerregimes musste Schweden zeitweilig von seiner Neutralitätspolitik abgehen, konnte jedoch die Ambitionen und das Kräfteverhältnis zwischen den Kriegsgegnern nutzen, um dem Land den Frieden zu erhalten und vielen Flüchtlingen aus Skandinavien und Deutschland Asyl zu gewähren.
Der Autor gibt einen vielseitigen Überblick über die deutsch-schwedischen Bezie­hungen zwischen 1918 und 1945. Er beschreibt die humanitäre Hilfe Schwedens für Deutsche im und nach dem Ersten Weltkrieg, beleuchtet den Wirtschafts-, Kultur- und Sportaustausch und geht der Frage nach, warum Schweden, nachdem das übrige Nordeuropa ab 1941 in deutscher Hand war, nicht okkupiert wurde.

Pressestimmen zum Buch

Das Historisch-Politische Buch, 56. Jg 2008, Heft 6,

In den letzten Jahrzehnten hat sich Wolfgang Wilhelmus immer wieder intensiv und ohne jede Effekthascherei mit den nicht unproblematischen Beziehungen der Weimarer Republik und insbesondere des Dritten Reiches zu Schweden befasst. Seine zu dieser Thematik vorgelegten Publikationen haben vor allem Beachtung bei Historikern gefunden, die zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs forschen, dem auch in der nunmehr fvorliegenden Gesamtdarstellung – mit sechs on acht Kapiteln auf 280 von knapp 370 Textseiten – verständlicherweise der größte Platz eingeräumt wird. Der Autor hat dafür das ihm im Laufe der Zeit in deutschen und schwedischen Archivenzugänglich gewordene Quellenmaterial erschlossen und umfassend ausgewertet sowie auch den Fortgang der internationalen Forschungen aufmerksam verfolgt. Während er Hitlerdeutschlands Wünsche, Forderungenund Zugeständnisse an Schweden jeweils umfassend analysiert und bewertet, hält er sich mit der Beurteilung des Verhaltens der schwedischen Seite, das ja nie nur eigenen Interessen entsprach, sondern immer die Mächte der Anti-Hitler-Koalition ins Kalkül ziehen musste, klug zurück. Auf keinen Fall und zu keiner Zeit wollte Schweden selbst in die militärische Auseinandersetzung einbezogen werden. Ein entsprechendes Fazit findet sich für Ende1941/Anfang 1942 (S. 230), fehlt aber leider am Abschluss der Darstellung für die Endphase des Krieges. – Im Anhang finden sich 28 aussagekräftige Tabellen unterschiedlicher Provinienz zu den deutsch-schwedischen Wirtschaftsbeziehungen 1918-1945, ein solides Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein Personenregister, in dem mit Ausnahme des schwedischen å merkwürdigerweise überhaupt keine Umalute existieren und Göring eben als Goring erscheint.



Fritz Petrick