Bücher

9783938686188

Ulla Plener

Die SED-Führung 1946-1953

Vom Einheitsapostel zum kalten Krieger in der Arbeiterbewegung

ISBN 978-3-938686-18-8

458 Seiten, Paperback, 21 x 14,5 cm

Erschienen: 01. 12. 2008

Ladenpreis: € 32.00

Das Handeln der SED-Führung gegenüber der SPD in der Zeit von der SED-Gründung im April 1946 bis Ende 1953 steht im Mittelpunkt dieser Publikation. Anhand bisher unveröffentlichter Tagungsproto­kolle ihrer Spitzengremien - des Parteivorstands bzw. (ab Juli 1950) Zentral­komitees und dessen Zentralsekretariats bzw. (ab Januar 1949) Politbüros - werden chronologisch die damit verbundenen internen und öffentlichen Einschätzungen, Maßnahmen, Aktionen nachgezeichnet und mit ausgewählten Dokumenten belegt. Dabei wurden zwei wesentliche Etappen deutlich: Von Mai 1946 bis März/Juli 1948 wurde die organisatorische Einheit der politischen Arbeiterbewegung in Form einer gesamtdeutschen SED angestrebt; von September 1948 bis Ende 1953 (und danach) sollte die Einheit der Arbeiterbewegung in der BRD auf dem Wege der Aktionseinheit von KPD und dazu bereiten Sozialdemokraten (Teilen der SPD), verstanden als ihr gemeinsames gleichgerichtetes Handeln, erreicht werden. Das Konzept der Aktionseinheit gründete auf dem "Zwei-Fronten-Kampf": dem "Kampf um die sozialdemokratischen Mitgliedermassen" und dem "prinzipiellen Kampf gegen die sozialdemo­kratischen Führer". Letzterer bedeutete den kalten Krieg in der Arbeiterbewegung. Darstellung und Dokumente machen sichtbar: Nicht anders als die SPD-Führung wirkte die Führung der SED in den Jahren 1948-1953 gegen das von ihr verfolgte Ziel der Einheit Deutschlands daran mit, den Graben zwischen Ost und West zu vertiefen und zu befestigen.