Bücher

9783864360657

Klaus Müller

Der Vorstoß der russischen Flotte in den Griechischen Archipel 1769 bis 1775

Das erste russische Hochseeunternehmen in der Geschichte

ISBN 978-3-864360-65-7

107 Seiten, 39 z.T. farbige Abb., 17 Karten und 4 Tabellen

Erschienen: 05. 08. 2014

Ladenpreis: € 24.00

Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, wo im übrigen Europa die Religionskriege endlich beendet waren und das flackernde Licht der Frühaufklärung schon einen matten Schein verbreitete, lebte das russische Volk, abgeschnitten vom Meer und von den fruchtbaren Lösböden der Steppenzone (Schwarzerdegürtel), in Isolation und halbbarbarischer Rückständigkeit. Der fehlende Zugang zum Meer bewirkte das Abgeschnittensein von den europäischen Zentren der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Zeit, der zum Schwarzerdegürtel hingegen Mangel an Lebensmitteln und damit an einer tragfähigen ökonomischen Basis. Isolation und Hunger sind aber keinesfalls Agenzien des gesellschaftlichen Fortschritts. Zudem war das russische Volk wegen seiner geographischen Lage durch die nomadisierenden Steppenvölker, die es zum Abwehrkampf zwangen, permanent in seiner Existenz bedroht. Der alte Kampf in der Menschheit zwischen Seßhaften und Nichseßhaften, den wir schon aus der Genesis und Äneas kennen, tobte im ersten Dreiviertel des II. Jahrtausends in den Weiten des heutigen Russlands. In den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts kam in Russland ein Herrscher zur Macht, den eine glückliche Kindheitsfügung einen Blick in die Welt des Westens tun ließ und der dem Land den Zugang zum Meer und damit die Öffnung erkämpfte. Das ist aber schon der erste Schritt in den griechischen Archipel.